Masterarbeiten

Titel: Rechtliche und tatsächliche Probleme der elektronischen Wahl
Autor: Lindenau, Inga
aus dem Titel: "(...)Das „e“ erhält Einzug in den Staatsapparat. Unter den Schlagwörtern „eDemocracy“ und „eGovernment“ werden Steuererklärungen online angenommen, Vergabeforen etabliert, das Grundbuch digital zugänglich gemacht und Wahlcomputer regional eingesetzt. Die elektronische Wahl fungiert hierbei als Leitbild der zu entwickelnden „eDemocracy“, soll sozusagen ihre Krönung darstellen. Hintergrund für diese Entwicklung ist dabei keineswegs eine bloß populistische Technisierung nach dem Motto „What can be done, is done“. Die unangefochtene Akzeptanz der Wahl mit Stift und Papier in der Bevölkerung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch diese traditionelle Methode an einigen Schwachstellen und Defiziten krankt. Zwar hat es in Deutschland noch keines mit den Vorkommnissen bei den Präsidentschaftswahlen 2000 in Florida vergleichbares Wahldesaster gegeben. Dennoch ist die Fehleranfälligkeit bei Papierwahlen in dem Sinne groß, als davon ausgegangen wird, dass viele ungültige Stimmen nicht absichtlich ungültig abgegeben werden. Zudem ist die Durchführung einer Wahl mit Wahlzetteln ein extremer wirtschaftlicher und organisatorischer Aufwand, da viele freiwillige Helfer benötigt werden und enorme Materialkosten anfallen.
Elektronische Wahlen werden deswegen zum einen als Chance gesehen, diese Schwächen der herkömmlichen Stimmabgabe jedenfalls langfristig zu überwinden. Zum andern wird der neuen Technologie das Potential zugeschrieben, den gestiegenen Mobilitätserfordernissen der heutigen Gesellschaft gerecht zu werden und eine Mobilisierung insbesondere der Jungwähler zu erreichen(...)"
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